Legale Sexarbeit gegen HIV: Laut EU-weiter Studie senkt Legalisierung der Prostitution die HIV-Prävalenz

Medscape, 07.02.2017

In Ländern, die Prostitution legalisiert haben, ist die HIV-Prävalenz unter Sexarbeitern deutlich niedriger. Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Aaron Reeves vom International  Inequalities Institute der London School of Economics and Political Science und seine Kollegen. Reeves warnt daher Politiker vor zu restriktiven Maßnahmen in ihrer Gesetzgebung.

Durch Kriminalisierung geht Kontakt zu Sexarbeitern verloren „Die Studie bestätigt eigentlich, was wir seit 100 Jahren wissen“, kommentiert Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer  gegenüber Medscape. Er leitet die Interdisziplinäre Immunologische Ambulanz am Walk In Ruhr (WIR) – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin, Bochum. „Weniger Kriminalisierung und mehr Freizügigkeit sind der einzige Weg, um generell die Raten sexuell übertragbarer Infektionen (STI) zu senken.“ Diese Erfahrung musste kürzlich auch Australien machen: „Starke Überwachung ließ die Zahl an STI nach oben schnellen“, berichtet Brockmeyer.

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