Filzläuse

Filzläuse sind mit 1,5-2 mm Länge kleiner als Kopfläuse und krabbenartig geformt. Sie halten sich mit ausgeprägten Krallen ihrer Beinpaare an den Haaren fest, wo sie ähnlich wie Kopfläuse Nissen ablegen. Sie bewegen sich kaum und sind daher schwer zu erkennen. Sie bevorzugen Regionen mit apokrinen Schweißdrüsen, also Scham- und Achselbehaarung, Genitoanalbereich, starke Behaarung im Brustbereich, selten auch Augenbrauen und Wimpern.

Filzläuse können vor allem bei engem Körperkontakt, zum Beispiel beim Sex, übertragen werden. Sie verursachen Jucken und Rötungen der Haut. Wenn man genau hinschaut, kann man sie mit bloßem Auge erkennen. Häufig sind Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Eine Übertragung durch Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher ist möglich.

Symptome
Die Läuse sind als kleine hellbraune Punkte in der Nähe des Haarbodens am besten mit einer Lupe erkennbar, ebenso kleine Nissen an den Haaren. Die Filzlausstiche führen zu kleinen bläulichen verwaschenen Flecken der betroffenen Hautregion z.B. im Bereich des Unterbauchs oder der Leistengegend, den sog. „tâches bleues“. Diese entstehen wahrscheinlich infolge kleiner Blutablagerungen unter Kontakt mit Läusespeichel. Der Juckreiz ist eher mäßig und nachts stärker ausgeprägt; Kratzspuren fehlen daher meist.

Behandlung
Spezielle Shampoos und Cremes töten die Filzläuse ab. Wichtig ist, dass Kleidung und Bettwäsche gewaschen werden, da die Filzläuse sonst darin überleben. Der Partner oder die Partnerin sollte auch behandelt werden. Bis zur Beendigung der Behandlung und Kontrolle nach 1 Woche sollte Intimkontakt vermieden werden. Es ist sinnvoll, die betroffene Körperbehaarung zu entfernen. Bett- und Leibwäsche sowie Handtücher sollten bei mind. 60° zu gewaschen werden.