Was sind sexuell übertragbare Infektionen (STI)?

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) wurden früher Geschlechtskrankheiten genannt.

STI ist die Abkürzung für drei englische Wörter und bedeutet S = sexually  T = transmitted  I = infections, das heißt auf Deutsch Sexuell übertragbare Infektionen. Dabei handelt es sich um eine Ansteckung mit Krankheitserregern, die man durch sexuellen Kontakt bekommen kann. Manchmal ist von „STD“ die Rede, das bedeutet sexually transmitted diseases, also Sexuell übertragbare Krankheiten.

Es gibt viele sexuell übertragbare Krankheitserreger. Die häufigsten sind Chlamydien und Gonokokken. HIV und Syphilis sind die gefährlichsten Sexuell übertragbaren Infektionen. Darüber hinaus gibt es noch weitere sexuell übertragbare Infektionen, zum Beispiel Hepatitis B, Humane Papilloma Viren und genitale Herpesviren.

Symptome
Die häufigsten Symptome von STI sind: Ausfluss, schmerzhafte oder schmerzlose genitale Geschwüre (Ulzerationen), Schwellungen in der Leistengegend, skrotale Schwellung, Unterbauchschmerzen.

Oft verursachen STI jedoch keine Schmerzen oder andere Symptome und bleiben deshalb leider oft unbemerkt und unbehandelt.

Einige STI können zum Teil zu schweren Folgeschäden führen. Dazu gehören Unfruchtbarkeit (z.B. bei Chlamydien) oder Karzinome (z.B. HPV oder Hepatitis B). Zudem führt eine unbehandelte HIV-Infektion zum Vollbild Aids.

STD/STI- und HIV-Interaktion
Mit STI infizierte Personen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sich mit HIV zu infizieren. HIV wird beispielsweise leichter übertragen, wenn im Bereich der Genitalschleimhäute entzündliche Veränderungen vorliegen. Ulzerationen der Schleimhaut im Genitalbereich können eine wichtige Ein- und Austrittspforte für HIV bilden. Daher ist eine frühzeitige Behandlung von STI von größter Bedeutung.

Umgekehrt tragen auch HIV-Infizierte ein erhöhtes Risiko, sich mit anderen Sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken.