Presseinfo: Erlöse des Festlichen Konzerts Bochum helfen Menschen mit HIV

Erlöse des Festlichen Konzerts Bochum helfen Menschen mit HIV
Psychologin für Trauma-Therapie nimmt Arbeit im WIR-Bochum auf

Bonn/Bochum, 5. Oktober 2018. Am 1. Dezember 2018 findet das 3. Festliche Konzert der Bochumer Symphoniker zu Gunsten der Deutschen AIDS-Stiftung im Anneliese Brost Musikforum Ruhr statt. Mit den Konzert-Erlösen des vergangenen Jahres finanziert die AIDS-Stiftung seit April 2018 eine Teilzeitstelle im Rahmen der psychologischen Arbeit im Walk in Ruhr – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin (WIR). Das Angebot zur Trauma-Therapie ist notwendig, da vier von zehn Behandelten psychische Erkrankungen aufweisen. Sie ermöglicht, kurzfristig die Menschen zu betreuen, die neben der HIV-Infektion psychische Probleme aufgrund von Traumata aufweisen. Die Konzerte sind eine Kooperation der Deutschen AIDS-Stiftung mit den Bochumer Symphonikern und dem WIR am Katholischen Klinikum in Bochum.

Im Quartal werden im WIR 1 500 Menschen mit HIV/AIDS behandelt. Davon weisen etwa 40 Prozent psychische Erkrankungen auf, 20 Prozent sind traumatisiert. Viele der traumatisierten Erwachsene haben sexuelle, emotionale oder physische Gewalt in der Kindheit oder im Kontext ihres sexuellen Coming-Outs erfahren. Es fällt ihnen schwer, sich in Beziehungen klar abzugrenzen, zur Wehr zu setzen oder sie übernehmen die Schuld für das Geschehen. Kommt die Diagnose „HIV-positiv“ hinzu, ist es für sie kaum möglich, darüber zu sprechen.

Erstes Ziel der therapeutischen Gespräche ist die Beziehungsgestaltung. „Ich sehe immer wieder PatientInnen, die seit Jahren von ihrer HIV-Infektion wissen, aber nie darüber gesprochen haben. Es ist wirklich schwer vorstellbar, wie man das aushalten kann. Für die PatientInnen ist es sehr stabilisierend, die positive Erfahrung zu machen, über ihre Probleme zu reden.“, sagt die neu eingestellte Psychologin Diana Janknecht. Entscheidend für die Therapie ist auch die Sensibilität der Therapeutin/ des Therapeuten. „Ich wünsche mir, dass mehr KollegInnen offener werden für unterschiedliche Lebensentwürfe und dass Themen wie Sexualität, homosexuelle Lebenswelten und Drogengebrauch stärker in der psychotherapeutischen Ausbildung vorkommen. Nur wer die Lebenswelten der PatientInnen versteht, kann ihnen bei der Bewältigung ihrer psychischen Leiden helfen.“, so Janknecht weiter.

Im WIR kooperieren unterschiedliche Institutionen miteinander. So ist Diana Janknecht parallel zur ärztlichen Sprechstunde tätig. PatientInnen können direkt an sie verwiesen werden. „Der Bedarf an psychotherapeutischer Unterstützung ist enorm groß“, weiß Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer, Mitbegründer des WIR und Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG). „Ohne die finanzielle Unterstützung wäre das Angebot so nicht möglich gewesen“. Um das soziale Umfeld zu stärken, ist eine weitere Vermittlung von der Akutsprechstunde zur Aidshilfe Bochum möglich.

Eintrittskarten für das Konzert am 1. Dezember sind erhältlich für 50 / 40 / 30 € (zzgl. VVK-Gebühren) an der Konzertkasse im Anneliese Brost Musikforum Ruhr, der Bochum Touristinfo, an allen AD-Ticket Vorverkaufsstellen bundesweit sowie telefonisch unter 02 34 / 910 86 66 und im Internet unter: www.bochumer-symphoniker.de. Premiumtickets mit sehr guten Plätzen und einem Get together nach dem Konzert für 200 € gibt es bei der Deutschen AIDS-Stiftung, telefonisch unter 02 28 / 60 46 9-0 oder per E-Mail an: info@aids-stiftung.de

Die Veranstalter danken herzlich den Partnern, Förderern und Sponsoren Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV), Vonovia, Katholisches Klinikum Bochum, Evonik Industries, Knappschaft-Bahn-See und Stadtwerke Bochum.

Spendenkonto der Deutschen AIDS-Stiftung: IBAN: DE85 3705 0198 0008 0040 04

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet. Sie hilft seit über 30 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und durch die Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika. Die Urstifter 1987 waren Rainer Ehlers, der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und das Deutsche Rote Kreuz.

 Pressekontakte:

 WIR „Walk in Ruhr“ – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer

0234 509 89 23

n.brockmeyer@klinikum-bochum.de

Deutsche AIDS-Stiftung
Dr. Volker Mertens
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
0228 60 46 9-31
vm@aids-stiftung.de

Bochumer Symphoniker
Christiane Peters
Leitung Marketing & Kommunikation
0234  910 86 17
cpeters@bochum.de

 

Katholisches Klinikum Bochum (KKB)

Dr. Jürgen Frech

Leitung Unternehmenskommunikation

0234 509 61 04

j.frech@klinikum-bochum.de