Besuch aus Mekelle, Äthiopien im Rahmen der Klinikkooperation

Im März erhielt das WIR-Zentrum Besuch von drei äthiopischen Kolleg*innen – der Mikrobiologin Kindhafti Birhane Miruts, der Krankenschwester Elsa Gebregziabher Baraki sowie dem Hygienefachmann Shishay Abay Nigusse. Die drei kamen im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Ruhr-Universität Bochum und dem Ayder Comprehensive Specialized Hospital in Mekelle für einige Wochen nach Bochum, wo sie umfassende Einblicke in die Arbeitsabläufe in der Krankenhaushygiene und der HIV-Prävention erhielten.

Die Arbeit in diesen beiden Bereichen stellt einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Infektionen dar, die in Sub-Sahara-Afrika ein nach wie vor weit verbreitetes Risiko im Krankenhauskontext bilden und zu einer Vielzahl von Todesfällen führen. Unter der fachlichen Anleitung von Frau Dr. Friederike Lemm und Herrn Rainer Lebert aus dem St. Josef-Hospital erlernten sie vor Ort das „Bochumer Modell“ der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, das sie nun anschließend in ihrem Heimatland implementieren und weitergeben werden.

Die Klinikpartnerschaft Bochum/Mekelle, einem von der GIZ und dem BMZ im Rahmen des Förderprogramms „Hochschul- und Klinikpartnerschaften“ unterstütztes Projekt, besteht bereits seit 2012 und wird vom WIR aus koordiniert. Im Rahmen von Tagungen und Weiterbildungsmaßnahmen waren Vertreter*innen der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Ruhr-Universität Bochum bereits mehrfach in Mekelle vor Ort und haben das dortige Personal geschult, ebenso waren bereits in den Vorjahren äthiopische Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen zur Hospitation in Bochum.