Curriculum: Fortbildung Sexuelle Gesundheit und STI Winter 2019

Datum (Präsenztage): 23. November 2019 und 13./14. Dezember 2019

 

Zertifizierung: 42 Punkte, Kategorie K

Auskunft und schriftliche Anmeldung: Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL, Postfach 40 67, 48022 Münster
Herr Christoph Ellers, Tel.: 0251 929 – 2217, Fax: 0251 929 – 272217, E-Mail: christoph.ellers@aekwl.de.

Programmflyer: HIER finden Sie den Programmflyer

Nach langjähriger Vorbereitungsphase hat die DSTIG in Kooperation mit der BZgA, der Ärztekammer Westfalen-Lippe, der Ärztekammer Berlin und
Vertreter_innen weiterer beteiligter Fachgesellschaften (GSP, DGfS, DGPFG, BVKJ, DGSMTW dem RKI und der GSSG) ein Curriculum zur Sexuellen
Gesundheit und STI entwickelt. Die Fortbildung umfasst 32 Unterrichtseinheiten (davon 10 als E-Learning und 22 an drei Präsenztagen).


Infektionsprävention in Mekelle, Äthiopien

Im Rahmen der seit 2012 bestehenden Klinikpartnerschaft zwischen der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der RUB, Katholisches Klinikum Bochum (KKB), und  dem  Ayder Comprehensive Specialized Hospital of Mekelle University besuchte im Mai 2019 ein kleines Team des KKB die äthiopischen Kolleg*innen vor Ort.

Dank fünf intensiver Tage konnte auch bei diesem Besuch wieder ein produktiver Austausch über verschiedene Themen und organisatorische Herausforderungen stattfinden.  Montag und Dienstag waren in Form einer Konferenz ganz dem fachlichen und wissenschaftlichen Diskurs über verschiedene relevante Themen gewidmet, so etwa neuen Entwicklungen in der HIV-Forschung, der HIV-Resistenztestung, einer in Äthiopien und Israel durchgeführten Kohortenstudie, Entwicklungen standardisierter Hygieneabläufe im Ayder Hospital und dem interdisziplinären Arbeiten zur sexuellen Gesundheit im Walk In Ruhr. Am Mittwoch fand eine gemeinsam organisierte Aktion zum Hand-Hygiene-Day statt, der regulär auf den 05. Mai fällt. Ärzt*innen und Pflegepersonal wurden zur Händedesinfektion geschult und konnten den positiven Effekt vor Ort unter UV-Licht als auch zwei Tage später in Form von im Labor angezüchteten Proben erleben.

Die letzten beiden Tage wurden dann von den einzelnen Fachbereichen zur Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Projekte (HIV-Resistenztestung, Implementierung eines Teams aus Hygiene-Fachkräften, Behandlung von Menschen mit HIV und AIDS) genutzt.  Das Team des KKB dankt den Gastgeber*innen des Ayder Hospital für alle Bemühungen und die tolle Betreuung vor Ort und freut sich darauf, die Kooperation in der Zukunft fortzusetzen!


 


WIR beim DÖAK 2019

Der 9. Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress findet vom 13. bis 15. Juni 2019 unter dem Motto „Visionen & Wirklichkeit“ in Hamburg statt. Das WIR ist u.a. mit mehreren Beiträgen im Rahmen der Poster Sessions vertreten. Wir freuen uns auf spannende Vorträge und anregende Diskussionen!

Informationen zu Programm, Anmeldung und Teilnahme finden Sie auf der Kongresswebseite.


Besuch aus Mekelle, Äthiopien im Rahmen der Klinikkooperation

Im März erhielt das WIR-Zentrum Besuch von drei äthiopischen Kolleg*innen – der Mikrobiologin Kindhafti Birhane Miruts, der Krankenschwester Elsa Gebregziabher Baraki sowie dem Hygienefachmann Shishay Abay Nigusse. Die drei kamen im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Ruhr-Universität Bochum und dem Ayder Comprehensive Specialized Hospital in Mekelle für einige Wochen nach Bochum, wo sie umfassende Einblicke in die Arbeitsabläufe in der Krankenhaushygiene und der HIV-Prävention erhielten.

Die Arbeit in diesen beiden Bereichen stellt einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Infektionen dar, die in Sub-Sahara-Afrika ein nach wie vor weit verbreitetes Risiko im Krankenhauskontext bilden und zu einer Vielzahl von Todesfällen führen. Unter der fachlichen Anleitung von Frau Dr. Friederike Lemm und Herrn Rainer Lebert aus dem St. Josef-Hospital erlernten sie vor Ort das „Bochumer Modell“ der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, das sie nun anschließend in ihrem Heimatland implementieren und weitergeben werden.

Die Klinikpartnerschaft Bochum/Mekelle, einem von der GIZ und dem BMZ im Rahmen des Förderprogramms „Hochschul- und Klinikpartnerschaften“ unterstütztes Projekt, besteht bereits seit 2012 und wird vom WIR aus koordiniert. Im Rahmen von Tagungen und Weiterbildungsmaßnahmen waren Vertreter*innen der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Ruhr-Universität Bochum bereits mehrfach in Mekelle vor Ort und haben das dortige Personal geschult, ebenso waren bereits in den Vorjahren äthiopische Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen zur Hospitation in Bochum.


Gesundheitsmesse 2019

Sonntag, 7. April 2019

Auf der Gesundheitsmesse am 7. April können Sie bei über 80 Ausstellern und einer Vielzahl von Vorträgen alles über aktuellen Stand der Medizin erfahren und sich bei diversen umfassenden Gesundheitschecks den Gang zum Arzt sparen. Die Messe findet RuhrCongress, Stadionring 20, 44791 Bochum statt.

Das WIR stellt aus! Besuchen Sie uns am Stand des Katholischen Klinikums Bochum.


Frauen-Test-Tag

Freitag 08. März 2019

Am 08. März ist Welt Frauen Tag. Zu diesem Anlass bietet das WIR Frauen an diesem Tag von 8.30 – 14.30 kostenlose und anonyme Beratung zu STI (sexuell übertragbaren Infektionen) sowie STI-Tests an.

Sie benötigen an diesem Tag keinen Termin, kommen Sie einfach vorbei.


PM Welt-AIDS-Tag: Prävention und Forschung bringen deutliche Fortschritte im Kampf gegen HIV

PRESSE INFORMATION

Prävention und Forschung bringen deutliche Fortschritte im Kampf gegen HIV

Breit ausgebautes Beratungsnetz vor Ort ist der Schlüssel zum Erfolg

Die Medizin macht auf dem Weg zur Bekämpfung von HIV und Aids erhebliche Fortschritte. „In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche neue und vielversprechende Initiativen gegeben“, betont der Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit (DSTIG e.V.), Prof. Norbert Brockmeyer, mit Blick auf den Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember. Er fühlt sich dabei durch den Rückgang der Infektionszahlen, die das Robert-Koch-Institut für 2017 festgestellt hat, bestätigt. HIV-Infizierte haben heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung eine fast normale Lebenserwartung und schützen damit ihre Sexualpartner*innen vor einer Infektion.

Voraussetzung für weitere Erfolge beim Kampf gegen HIV ist ein breit ausgebautes leistungsstarkes Angebot an Präventions- und Diagnostik-Möglichkeiten vor Ort. In dieser Hinsicht hat das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin (WIR; Walk In Ruhr) in Bochum bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen. Pro Quartal werden dort rund 3000 Ratsuchende betreut.

Die Medikamente gegen HIV sind dank erfolgreicher Forschung besser verträglich und wirksamer geworden. Als Folge daraus ergibt sich, dass eine sogenannte 3fach-Therapie in vielen Fällen nicht mehr notwendig, sondern eine 2fach-Therapie möglich geworden ist. Dadurch können die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und die Nebenwirkungen insgesamt verringert werden. Hinzu kommen sogenannte breit neutralisierende Antikörper. Norbert Brockmeyer: „Dies ist eine ganz neue Therapieform, deren Erfolg sich schon abzuzeichnen beginnt.“

Das WIR in Bochum ist darüber hinaus innovative Wege gegangen. So wurde unter dem Namen „teST-It“ ein neues Angebot zur STI-Prävention entwickelt. Es ermöglicht die Selbstabnahme von Proben zu Hause, die dann zur Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten in ein Labor geschickt werden. Dieses Angebot wird im WIR bereits sehr gut angenommen. Zahlreiche – auch symptomlose –  Infektionen konnten erkannt und behandelt werden.

Auf große Resonanz stößt auch ein neu geschaffenes Informationssystem, die kostenlose und anonyme Partner*innenbenachrichtigung, über das Menschen mit einer Infektion ihre Sexualpartner*innen der vergangenen Monate über mögliche Risiken informieren und zum Test motivieren können. Dadurch soll die Weiterverbreitung bekämpft werden („Ping-Pong-Effekt“), denn 50% der Neuinfektionen werden bei derselben/demselben Partner*in erworben.

Seit Gründung des WIR wurden bereits rund 10.000 Jugendliche und Erwachsene beraten und behandelt. Prof. Brockmeyer sieht diese Zahl als sehr ermutigend an: „Diesen Weg müssen wir weitergehen, aber nicht nur in Bochum, sondern flächendeckend.“ Auch international müssen die Bemühungen weiter forciert werden.


Curriculum: Fortbildung Sexuelle Gesundheit und STI

Datum (Präsenztage): 23.März 2019 und 05./06. April 2019

 

Zertifizierung: 42 Punkte, Kategorie K

Auskunft und schriftliche Anmeldung: Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL, Postfach 40 67, 48022 Münster
Herr Christoph Ellers, Tel.: 0251 929 – 2217, Fax: 0251 929 – 272217, E-Mail: christoph.ellers@aekwl.de.

Programmflyer: HIER finden Sie den Programmflyer

Nach langjähriger Vorbereitungsphase hat die DSTIG in Kooperation mit der BZgA, der Ärztekammer Westfalen-Lippe, der Ärztekammer Berlin und
Vertreter_innen weiterer beteiligter Fachgesellschaften (GSP, DGfS, DGPFG, BVKJ, DGSMTW dem RKI und der GSSG) ein Curriculum zur Sexuellen
Gesundheit und STI entwickelt. Die Fortbildung umfasst 32 Unterrichtseinheiten (davon 10 als E-Learning und 22 an drei Präsenztagen).


test it! – STI-Selbstentnahme-Kit

Das neue STI-Selbstentnahme-Kit

Im neuen Selbstentnahme Angebot des WIR und der Aidshilfe NRW werden Proben auf HIV und Syphilis, sowie auf Chlamydien, Gonokokken und Mykoplasmen von den Nutzer*innen zu Hause selbst abgenommen und an ein Labor verschickt. Die Ergebnismitteilung erfolgt über den/die behandelnde*n Ärzt*in.

Nach einmaliger Vorstellung bei einem*r Ärzt*in ( z.B. im WIR oder bei der Aidshilfe) können die Kits dort erworben werden. Nach der geplanten Einrichtung eines Online-Shops können die Kits nach der Erstvorstellung auch online bestellt und in neutraler Verpackung nach Hause geliefert werden. Im Preis von 32€ sind sowohl die Zusendung, das Porto für das Versenden der Proben, die Laboruntersuchung, sowie die Ergebnismitteilung eingeschlossen. Für die Selbstentnahme liegen dem Paket detaillierte Anleitungen bei. Für die HIV und Syphilisproben wird mittels einer Lanzette Blut aus der Fingerbeere entnommen. Zum Test auf Chlamydien, Gonokokken und Mykoplasmen wird eine Urinprobe ein Analabstrich und ein Oralabstrich genutzt um alle Infektionswege einzuschließen. Die entnommenen Proben werden in dem Paket an das zuständige Labor versendet.

Die Ergebnismitteilung durch die Ärzt*innen findet telefonisch statt. Der/Die Nutzer*in wird sowohl bei negativen als auch positiven Ergebnissen informiert. Bei positiven Ergebnissen wird sowohl über die Behandlungsmöglichkeiten als auch über die Bedeutung der Partner*innenbenachrichtigung informiert.

Zusätzlich wird vom Walk In Ruhr eine Online-Befragung durchgeführt, welche allen Nutzer*innen des STI-Selbstentnahme-Kits zugänglich ist. Die Befragung ist freiwillig und dient dazu das Angebot des Kits sowie weitere Präventionsangebote zu verbessern.

Zu weiteren Informationen geht es hier.

FAQ (Frequently Asked Questions) finden Sie hier.