PM Welt-AIDS-Tag: Prävention und Forschung bringen deutliche Fortschritte im Kampf gegen HIV

PRESSE INFORMATION

Prävention und Forschung bringen deutliche Fortschritte im Kampf gegen HIV

Breit ausgebautes Beratungsnetz vor Ort ist der Schlüssel zum Erfolg

Die Medizin macht auf dem Weg zur Bekämpfung von HIV und Aids erhebliche Fortschritte. „In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche neue und vielversprechende Initiativen gegeben“, betont der Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit (DSTIG e.V.), Prof. Norbert Brockmeyer, mit Blick auf den Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember. Er fühlt sich dabei durch den Rückgang der Infektionszahlen, die das Robert-Koch-Institut für 2017 festgestellt hat, bestätigt. HIV-Infizierte haben heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung eine fast normale Lebenserwartung und schützen damit ihre Sexualpartner*innen vor einer Infektion.

Voraussetzung für weitere Erfolge beim Kampf gegen HIV ist ein breit ausgebautes leistungsstarkes Angebot an Präventions- und Diagnostik-Möglichkeiten vor Ort. In dieser Hinsicht hat das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin (WIR; Walk In Ruhr) in Bochum bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen. Pro Quartal werden dort rund 3000 Ratsuchende betreut.

Die Medikamente gegen HIV sind dank erfolgreicher Forschung besser verträglich und wirksamer geworden. Als Folge daraus ergibt sich, dass eine sogenannte 3fach-Therapie in vielen Fällen nicht mehr notwendig, sondern eine 2fach-Therapie möglich geworden ist. Dadurch können die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und die Nebenwirkungen insgesamt verringert werden. Hinzu kommen sogenannte breit neutralisierende Antikörper. Norbert Brockmeyer: „Dies ist eine ganz neue Therapieform, deren Erfolg sich schon abzuzeichnen beginnt.“

Das WIR in Bochum ist darüber hinaus innovative Wege gegangen. So wurde unter dem Namen „teST-It“ ein neues Angebot zur STI-Prävention entwickelt. Es ermöglicht die Selbstabnahme von Proben zu Hause, die dann zur Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten in ein Labor geschickt werden. Dieses Angebot wird im WIR bereits sehr gut angenommen. Zahlreiche – auch symptomlose –  Infektionen konnten erkannt und behandelt werden.

Auf große Resonanz stößt auch ein neu geschaffenes Informationssystem, die kostenlose und anonyme Partner*innenbenachrichtigung, über das Menschen mit einer Infektion ihre Sexualpartner*innen der vergangenen Monate über mögliche Risiken informieren und zum Test motivieren können. Dadurch soll die Weiterverbreitung bekämpft werden („Ping-Pong-Effekt“), denn 50% der Neuinfektionen werden bei derselben/demselben Partner*in erworben.

Seit Gründung des WIR wurden bereits rund 10.000 Jugendliche und Erwachsene beraten und behandelt. Prof. Brockmeyer sieht diese Zahl als sehr ermutigend an: „Diesen Weg müssen wir weitergehen, aber nicht nur in Bochum, sondern flächendeckend.“ Auch international müssen die Bemühungen weiter forciert werden.


Pressemitteilung zum Weltmännertag am 3. November 2018: Chlamydien-Screening auch für Jungen

Chlamydien-Infektionen sind bei Jungen auf dem Vormarsch – Defizite bei Vorsorgeangeboten // kostenlose Beratung und Untersuchung am 31. Oktober 2018 im Walk In Ruhr (WIR).

Bochum, 24.10.2018. Die Infektion mit Chlamydien zählt zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Doch nur Mädchen können sich bis dato kostenlos auf diese STI screenen lassen. Die Deutsche STI-Gesellschaft – Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit (DSTIG) fordert gemeinsam mit dem Walk In Ruhr (WIR) – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin anlässlich des Welt-Männertages am 3. November 2018, dass das Vorsorgeangebot auch auf Jungen ausgeweitet wird.

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Pressemitteilung zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober 2018

HP-Viren und Chlamydien – Eine unterschätzte Gefahr – Jetzt Mädchen schützen! // Testtag im Walk-In-Ruhr (WIR) – kostenlose Testung für Mädchen und Jungen!

Bochum, 10.10.2018. Humane Papillomaviren (HPV) sind hochansteckend und sind die häufigsten sexuell übertragenen Infektionen (STI). Eine Spätfolge kann die Induktion von bösartigen Tumoren sein. Was oft nicht bekannt ist: Seit Jahren ist eine effiziente Schutzimpfung möglich! Eine weitere unterschätzte Gefahr ist die Chlamydien-Infektion, die wie andere STI häufig symptomlos verläuft und bei Nichtbehandlung Entzündungen bis hin zur Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit verursachen kann.

Die Deutsche STI-Gesellschaft – Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit (DSTIG) fordert daher gemeinsam mit der Knappschaft und dem Walk In Ruhr (WIR) – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin im Rahmen des Welt-Mädchentages eine konsequente Aufklärungskampagne zu HPV-Impfung und Chlamydien-Testung für Mädchen und Jungen!

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Pressemitteilung: „test it“ – Das neue Test- und Präventionsangebot für sexuell übertragbare Krankheiten startet jetzt

Bochum, 03. September 2018

In enger Zusammenarbeit mit der Aidshilfe NRW hat das „Walk In Ruhr (WIR) – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin“ in Bochum ein neues Angebot zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen (STI) entwickelt. „test it“, so der Name des Testkits, ermöglicht die Selbstabnahme von Proben zu Hause, die anschließend per Post zur Untersuchung auf HIV und andere Geschlechtskrankheiten in ein Labor geschickt werden. Die Ergebnisse werden telefonisch übermittelt.

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Pressemitteilung zum Welt-Hepatitis-Tag: Hepatitis-Viren – Die unsichtbare Gefahr

Immer wieder kommt es zu Neuinfektionen mit Hepatitis B-Viren. Viele davon bleiben unentdeckt und stellen ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Gleichzeitig sind die Impfraten bei Erwachsenen unzureichend. Aus diesem Grund ruft das Walk In Ruhr (WIR) – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin – zusammen mit der KNAPPSCHAFT und der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli 2018 zu regelmäßiger Testung, Impfung und bei einer Infektion zu konsequenter Therapie auf.

Lesen Sie die gemeinsame Pressemitteilung hier.

 


HIV-Präexpositions­prophylaxe soll Kranken­kassenleistung werden

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über die Erklärung von Minister Spahn dass die HIV-Präexpositionsprophylaxe in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kankenversicherung (GKV) aufgenommen werden soll. Der komplette Artikel ist hier zu finden:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96593/HIV-Praeexpositionsprophylaxe-soll-Krankenkassenleistung-werden

Die gemeinsame Pressemitteilung von WIR und DSTIG zu dem Thema finden Sie hier.

 


DSTIG und WIR begrüßen Einsatz von Minister Spahn für die PrEP als Krankenkassenleistung

Die deutsche STI Gesellschaft und das Walk in Ruhr Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin in Bochum begrüßen den Einsatz von Herrn Minister Spahn die Prä-Expositions-Prophylaxe für Menschen mit einem hohen HIV/Infektionsrisiko über die Krankenkassen zugänglich zu machen. Dies heißt, Herr Minister Spahn wünscht, dass das Medikament von den Kassen bezahlt wird und alle notwendigen Untersuchungen im Rahmen dieser Behandlung ebenfalls finanziert werden und ebenso wichtig, auch die qualifizierte Beratung zur PrEP und zu anderen sexuellen übertragbaren Infektionen (STI) durchgeführt und bezahlt werden. Insbesondere die Beratung zur Prep durch (Aidshilfe, Gesundheitsämter und Ärzten) ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg dieser Schutzmaßnahme und die Verhinderung anderer STI. Entscheidend dabei wird sein, dass diese Beratungsleistung entsprechend dem realen Zeitaufwand vergütet wird, damit diese Leistung wirklich sicher gestellt ist. Zusätzlich ist auch erforderlich, dass die Impfpräventablen Infektionen entsprechend einbezogen werden um Hepatitisinfektionen und Infektionen mit Humanen Papillomaviren zu verhindern. Minister Spahn schafft durch die Kostenübernahme der PrEP die Voraussetzung für eine weitere effektivere Verhinderung von HIV Infektionen und somit zu einer erfolgreichen weiteren Säule unseres Präventivkonzeptes werden wird.




VfL zeigt zum Welt-Aids-Tag Solidarität

WAZ, 30.11.2017

Der Welt-Aids-Tag, der jährlich am 1. Dezember an die Millionen Aids-Toten erinnert und dazu aufruft, Solidarität mit den HIV-Infizierten zu zeigen, wurde erstmals 1988 ausgerufen. Verantwortliche in Politik, Medien und Gesellschaft sollen daran erinnert werden, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist.

Den Beitrag können Sie hier abrufen.